Antworten auf die wichtigsten Fragen bei der Kampagne Fairtrade-Towns.
KRITERIUM 1 - Ratsbeschluss
Beispiele für Beschlussvorlagen
1. Was bringt der Titel „Fairtrade Town“ einer Kommune?
2. Ist eine Umstellung auf eine faire öffentliche Beschaffung nicht zu teuer?
3. Wie kann man einen Ratsbeschluss bewirken?
4. Was kann man darüberhinaus noch im Bereich faire öffentliche Beschaffung tun?
KRITERIUM 2 - Steuerungsgruppe
1. Wie bekommt man einen Vertreter der Stadt mit ins Boot?
2. Wie groß und breit kann eine Steuerungsgruppe sein?
KRITERIUM 3 - Einzelhandel und Gastronomie
1. Was es Händlern und Gastronomen bringt bei der Kampagne mitzumachen?
2. Wird nur das Fairtrade-Siegel akzeptiert oder auch andere Siegel?
3. Welche Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte und Discounter führen bundesweit ein Sortiment von Fairtrade-Produkten?
4. Zählt jede einzelne Filiale?
5. Das Blumengeschäft Ihrer Stadt führt nur ein Produkt: Blumen. Können Sie dieses trotzdem mitzählen?
6. Wieso werden bei Starbucks, Tchibo und anderen mehrere Produkte angerechnet, wo sie doch nur Kaffee ausschenken?
7. Wo bekommen Gastronomen Informationen über Fairtrade-Produkte und Lizenzpartner sowie über Gebindegrößen für den Großberbrauch?
8. Warum arbeitet Fairtrade mit Discountern zusammen?
KRITERIUM 4 - Öffentliche Einrichtungen wie Kirchen, Vereine, Schulen
1. Wie kann ich schnell herausfinden, welche Kirchengemeinden in meiner Kommune sich für den Fairen Handel engagieren?
2. Wie können Schulen aktiv werden?
3. Wie können öffentliche Einrichtungen kenntlich machen, dass Sie sich für Fairtrade engagieren / bei der Kampagne mitmachen? / Gibt es vergleichbare Aufkleber wie für die Gastronomie?
KRITERIUM 5 - Medien
Allgemein zum Kriterium "Medien"
ALLGEMEIN
1. Was bedeutet es, Fairtrade Town zu sein?
2. Was gibt es für Materialien und wo kann ich Info-Material zu der Kampagne Fairtrade Towns bekommen?
3. Wie lange dauert die Prüfung der Bewerbungsunterlagen?
4. Wir haben unsere Kommune auf der Website www.fairtrade-towns .de registriert, haben nun aber den Kommunen-Login vergessen. Was können wir tun?
5. Wie viele Fairtrade Towns gibt es weltweit und was passiert in anderen Ländern zu diesem Thema?
6. Weitere Kampagnen/Organisationen, die zum Thema arbeiten.
7. Wie geht es nach der Titelvergabe weiter?
8. Wie können wir den Titel erneuern? Müssen wir in zwei Jahren härtere Kriterien erfüllen?
9. Weitere Fragen zum Thema Fairer Handel allgemein, Fairtrade und Transfair.
KRITERIUM 1 - Ratsbeschluss
Beispiele für Beschlussvorlagen für Städte, Gemeinden und Landkreise.
1. Was bringt der Titel „Fairtrade Town“ einer Kommune?
Eine Kommune, die sich für den Fairen Handel engagiert und den Titel „Fairtrade Town“ anstrebt, zeigt damit, dass sie sich ihrer Verantwortung im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit in der Welt bewusst ist und wird damit ihrer Vorbildfunktion gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern gerecht.
Generell ist bei deutschen Konsumenten eine positive Tendenz hin zu einem nachhaltigeren und faireren Konsum spürbar. Sie legen vermehrt Wert auf Herkunft der Produkte und Art der Produktionsverfahren und leisten mit ihrem Einkaufskorb einen persönlichen Beitrag zu einer gerechteren Welt. Sehr viel mehr Einfluss haben öffentliche Auftraggeber mit ihrem enormen Auftragsvolumen in der öffentlichen Beschaffung (entspricht ca. 17 % des deutschen BIPs)! Laut dem Rat für Nachhaltige Entwicklung sollte „die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen…eine Selbstverständlichkeit in der Vergabe öffentlicher Aufträge sein“. Und der Faire Handel wurde vom Europäischen Parlament als effizienteste Art der Entwicklungsförderung bezeichnet.
Somit verschafft der Titel „Fairtrade Town“ und eine Umstellung auf eine faire öffentliche Beschaffung der Kommune ein positives Image und stellt ein „kostenloses Stadtmarketing“ dar, wie es Bürgermeisterin Ruth Dorner der Fairtrade-Stadt Neumarkt verkündete. Die Auszeichnung zur Fairtrade Town kann auch neue Impulse für den Fairen Handel bringen, wie es die Erfahrung in Augsburg zeigt. Der Faire Handel als wirksames Mittel zu einer gerechteren Weltwirtschaft rückt stärker in das Bewusstsein der Bürger und Stadträte.
Darüberhinaus ist es das Ziel der Kampagne Fairtrade Towns, Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenzubringen, um gemeinsam an der Zielsetzung zu arbeiten. Diese „großartige Bürgerinitiative“ (Ulrike Westkamp, Bürgermeisterin der Fairtrade-Stadt Wesel) fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger einer Stadt. Kreatives Engagement und spannende Veranstaltungen können ein verstärktes Medieninteresse an der Kommune generieren, was wiederum zum positiven Image der Kommune beiträgt.
Der internationale Charakter der Kampagne (über 1000 Fairtrade Towns in 23 Ländern) stellt zudem eine wunderbare Verbindung mit Ländern in der ganzen Welt her und unterstützt internationale Beziehungen, unter anderem mit möglichen Partnerstädten.
In Kürze: Die Kampagne Fairtrade Towns und die Berücksichtigung des Fairen Handels in der öffentlichen Beschaffung tragen zu einem positiven Image der Stadt bei. Die Städte kommen damit ihrer sozialen Verantwortung nach und nehmen eine Vorbildfunktion gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern ein. Dies stellt einen wertvollen Beitrag auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt dar. Die Kampagne verbindet sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene Akteure auf allen Ebenen und in der ganzen Welt. Verstärkte Medienaufmerksamkeit für die Stadt ist zusätzlich ein positiver Effekt.
2. Ist eine Umstellung auf eine faire öffentliche Beschaffung nicht zu teuer?
Dass der Einkauf fair gehandelter Produkt nicht unbedingt teurer sein muss, bestätigte der Münchner Oberbürgermeister und Vizepräsident des Deutschen Städtetages Christian Ude:
„Wir haben insgesamt keine Erhöhung der Einkaufskosten für die betroffenen Produkte festgestellt und auch der personelle Mehraufwand beim Vergabeverfahren hält sich in einem begrenzten Rahmen. Doch ganz unabhängig von diesen konkreten Erfahrungen möchte ich davor warnen, bei solch eklatanten Rechtsverstößen wie ausbeuterische Kinderarbeit Effizienzabwägungen zu treffen. Es kann nicht angehen, dass deutsche Kommunen aus wirtschaftlichen Gründen die Missachtung von internationalem Recht und die Gefährdung von Kinderleben billigend in Kauf nehmen.“ (Christian Ude in Welt & Arbeit 1/2006)
Bei konventionellem Kaffee beispielsweise stellen zwei Drittel aller Verkäufe Sonderangebote dar. Sie geben nicht den realen Preis wieder. Dies lässt den Preisunterschied zu einem fair gehandelten Kaffee sehr hoch erscheinen.
Auf die Tasse oder das Glas umgerechnet, entfallen nur wenige Cent mehr für einen fair gehandelten Kaffee, Tee oder Orangensaft. Die Erhöhung der Lohnkosten beeinflusst bei den meisten Produkten den Endpreis nur gering. Insbesondere bei Textilien und Schuhen machen die Lohnkosten weniger als ein Prozent des Preises aus. Es stehen zum Weiterlesen Materialien zur Verfügung, die für einzelne Produktgruppen die Preiszusammensetzung nachweisen, z.B.: vom Forum Fairer Handel (2005): „Was ist ein fairer Preis?“ (pdf, 640 KB).
Des Weiteren stehen Fairtrade-Produkte unter ständiger Kontrolle und weisen dadurch eine gute Qualität auf. Mittlerweile sind beispielsweise bereits über die Hälfte der Fairtrade-Produkte zusätzlich mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet.
3. Wie kann man einen Ratsbeschluss bewirken?
In Deutschland gibt es bereits über 250 Kommunen, die einen Ratsbeschluss gegen Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit bei öffentlichen Ausschreibungen gefasst haben. Die Landeshauptstadt München war im Jahr 2002 Vorreiterin mit ihrem Beschluss.
Liegt ein solcher Beschluss gegen ausbeuterische Kinderarbeit vor, stellt dieser einen guten Ausgangspunkt für einen Beschluss zum Fairen Handel dar, da der Faire Handel ja ebenfalls in seinen Standards ausbeuterische Kinderarbeit ausschließt. Somit wäre lediglich eine Erweiterung dieses Beschlusses notwendig.
Beispiele für Beschlussvorlagen bieten die Beschlüsse der Stadt Bonn, der Gemeinde Herrsching am Ammersee und des Landkreises Neuss.
Weitere Ratsbeschlüsse beziehen sich auf die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen oder fordern explizit Produkte aus dem Fairen Handel. In Bezug auf die Kampagne Fairtrade Towns ist die Verwendung von fair gehandeltem Kaffee bei öffentlichen Sitzungen, sowie von einem weiteren Produkt zu fordern.
Um einen Ratsbeschluss zu bewirken, können sich zivilgesellschaftliche Gruppen zusammenfinden und mit öffentlichen Beschaffern ihrer Kommune sprechen. Ein Runder Tisch mit OberbürgermeisterIn, Industrie, Weltladen, Einzelhandelsverband und Bürger kann sinnvoll sein.
- • Ein Antrag zum Beschluss kann beispielsweise aus der Zivilgesellschaft an den Stadtrat getragen werden, mit der Bitte um Einladung zur Kommunalsitzung.
- • Auch ist es möglich, eine Partei um Antragstellung zu bitten.
- • Oder man kann engagierte Abgeordnete ansprechen und zur Antragstellung gewinnen.
In einem Beschluss sollte aufgenommen werden, in welchen Produkten potentiell Kinderarbeit stecken könnte (z.B. Agrarprodukte, Blumen, Holz, Fußbälle, Natur- und Grabsteine, Computer, Lacke, Präsentkörbe etc.) und daher zukünftig von der Kommune fair beschafft werden sollen.
ILO-Kernarbeitsnormen
Einen Bezugsrahmen können die ILO-Kernarbeitsnormen bilden. Diese wurden von der ILO (Internationale Arbeitsorganisation der UN) 1998 in Genf verabschiedet und sind für alle ILO-Mitgliedsstaaten, also auch Deutschland, völkerrechtlich bindend. Die wichtigsten Abkommen (Nr. 138, 182, 29, 105, 87, 98, 100 und 111) betreffen u.a.:
- • Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit
- • Verbot von Zwangsarbeit und Arbeit in Schuldknechtschaft
- • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
- • Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf
Millenniumserklärung
Mehr als 70 deutsche Städte haben die Millenniumserklärung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und der Weltunion der Kommunen vom Jahr 2000 unterzeichnet und geben damit ein Bekenntnis zu nachhaltigem kommunalen Engagement ab. Die acht Millenniums-Entwicklungsziele, die von den beteiligten Kommunen unterstützt werden, sind:
- • die Beseitigung von extremer Armut und Hunger,
- • Primarschulbildung für alle,
- • Gleichstellung der Geschlechter bzw. Stärkung der Rolle der Frauen,
- • Senkung der Kindersterblichkeit,
- • Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern,
- • Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten,
- Sicherung der Ökologischen Nachhaltigkeit und
- Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft.
Das übergeordnete Ziel ist es, die Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Da der Faire Handel einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Armut beiträgt, unterstützt er die Erfüllung der Millenniumserklärung.
4. Was kann man darüberhinaus noch im Bereich faire öffentliche Beschaffung tun?
Materialien zu Kommunen und Faire Beschaffung finden Sie hier:
- • Statement "Faire Öffentliche Beschaffung" (pdf, 110 KB)
- • Servicestelle Kommunen in der Einen Welt bietet Beratung an:
www.service-eine-welt.de - • Aktiv gegen Kinderarbeit: 250 Kommunen und 9 Bundesländer haben bereits Ratsbeschlüsse gegen Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit (www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/deutschland/deutschlandkarte)
- • Musterratsbeschlüsse zum Download:
www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/material/antragsmuster - • Ein Ratgeber für die öffentliche Beschaffung, z.B. von ICLEI:
www.buyfair.org (englisch)
KRITERIUM 2 - Steuerungsgruppe
1. Wie bekommt man einen Vertreter der Stadt mit ins Boot?
Versuchen Sie herauszufinden, wer in Ihrer Kommune in den Bereichen Lokale Agenda 21 oder Umwelt und Nachhaltigkeit zuständig ist und sprechen Sie diese Personen gezielt an.
Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 wurde von 179 Staaten ein Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung für das 21. Jahrhundert unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“ verabschiedet. Jede Kommune wurde dazu aufgerufen eine eigene Lokale Agenda 21 zu erarbeiten. Diese Agenda soll einen Handlungsrahmen für Kommunen zur Nachhaltigkeit bilden.
In Deutschland haben sich seitdem über 2600 Kommunen zur Erarbeitung einer solchen Agenda entschlossen. Da der Faire Handel eine gerechte und nachhaltige Entwicklung fördert, knüpft er sehr eng an das Thema Lokale Agenda 21 an und findet dort in der Regel hohe Anerkennung.
2. Wie groß und breit kann eine Steuerungsgruppe sein?
Nötig für die Erfüllung des Kriteriums Nr. 2 sind mindestens drei Bereiche (Politik/Verwaltung, Handel und Zivilgesellschaft) und damit drei Personen, aus denen sich die Steuerungsgruppe zusammensetzen muss. In einigen Kommunen bestehen solche Gruppen bereits seit Jahren wie in Dinslaken, in anderen werden bereits bestehende Gruppen wie Lokale Agenda-Gruppen erweitert.
Die Größe und Breite der Steuerungsgruppen sind von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich. In der Regel kann in einer Kommune natürlich umso mehr bewegt werden, desto mehr Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen dabei mitwirken. So sind in manchen Kommunen sogar die/der (Ober-)Bürgermeister/in mit in der Steuerungsgruppe vertreten.
In anderen Kommunen beteiligen sich zahlreichen Initiativen, Vereinen und Schulen. Auch Vertreter von IHK, Einzelhandelsverband, dem Hotel- und Gaststättenverband, der Verbraucherzentrale und des Studierendenwerks können viel bewirken, wenn man sie mit im Boot hat. Schön ist es natürlich auch, wenn es möglich ist, Vertreter/innen aus Afrika, Asien und Lateinamerika aktiv einzubinden wie in Saarbrücken.
KRITERIUM 3 - Einzelhandel und Gastronomie
1. Was es Händlern und Gastronomen bringt bei der Kampagne mitzumachen?
Der Öko-Faire-Konsum boomt und die Nachfrage von Konsumenten nach fair gehandelten Produkten steigt stetig. Immer mehr Studien und Befragungen zeigen, dass es einen deutlichen Trend hin zu einem nachhaltigeren, fairen Konsum gibt und die Bekanntheit von Fairtrade nimmt Jahr für Jahr zu (und liegt inzwischen bei 69%).
Gastronomen und Einzelhändler, die Fairtrade-Produkte anbieten, leisten in erster Linie einen wichtigen Beitrag zu einem gerechteren Welthandel. Sie können sich durch ihr soziales Engagement aber auch von anderen Anbietern abheben/differenzieren, damit werben und gezielt diese Konsumentengruppe ansprechen. Dies trägt zu einem Imagetransfer bei.
Die strenge Kontrolle von Fairtrade-Produkten garantiert auch eine gute Qualität, worauf Einzelhändler und Gastronomen sich verlassen können und inzwischen sind 53 Prozent der Fairtrade-Produkte auch Bio-zertifiziert.
Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) und prominenter Unterstützer der Kampagne Fairtrade Towns sagt: „Fairtrade ist eine Erfolgsgeschichte auch für den Einzelhandel. … Deshalb wünsche ich mir einen noch engeren Schulterschluss von Einzelhandel und Fairtrade. … Der HDE unterstützt die Kampagne und wird sie den im Verband vertretenen 100.000 selbständigen Unternehmen vortragen und sie ermuntern, mitzumachen!“
Weitere Zitate finden Sie in dem Flyer der Stadt Dortmund:
Eine Plattform fürs Engagement im Wachstumsmarkt Fairer Handel (pdf, 1,06 MB)
- Udo Mager, Geschäftsführung Wirtschaftsförderung Dortmund: „Fair Trade ist eine interessante Perspektive für Einzelhändler und für Gastronomen, denn der Trend zu nachhaltigen Werten im Wirtschaftshandeln setzt sich fort. Und wir sind stolz, dass Dortmund auch hier am Puls der Zeit ist, wie die Messe und die Fairtrade-Town-Auszeichnung zeigen.“
- Michael Radau, Vorsitzender Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland: „Im Fairen Handel liegt eine enorme Chance für den Handel. Die Konsumenten erfragen immer mehr Hintergrundinformationen über Produkte, Herstellung, Inhaltsstoffe. Wir nehmen das ernst. Wer das macht, wird die Ernte einfahren.“
- Heinrich Overkamp, Geschäftsführung Haus Overkamp: „Für gute Ware muss auch ein fairer Preis gezahlt werden, da sonst der Erzeuger gezwungen wird, unsauber – mit unfairen Mitteln zu arbeiten.“
- Oberbürgermeister Stadt Dortmund Ullrich Sierau: „Mit der Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt bietet sich eine weitere Chance, den Fairen Handel alltagstauglich zu machen: aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft! Dazu sind Einzelhandel und Gastronomie wichtige Verbündete.“
Die Erfahrung zeigt, dass der Faire Handel mit der Auszeichnung zur Fairtrade Town innerhalb einer Kommune immer weitere Kreise zieht. Hat man einmal den Titel erreicht, ist es leichter, weitere Gastronomen und Geschäfte davon zu überzeugen, Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen und somit werden immer mehr Bürger erreicht.
2. Wird nur das Fairtrade-Siegel akzeptiert oder auch andere Siegel?
Für die Erfüllung der Fairtrade Towns-Kriterien akzeptieren wir nicht nur unser Fairtrade-Siegel. Um dies zu verdeutlichen, haben wir die Kriterien der Kampagne bei der Neuauflage des Aktionsleitfadens auch explizit umformuliert und "Fair Trade" auseinander geschrieben.
Wir akzeptieren alle Mitglieder der World Fair Trade Organization WFTO (z.B. dwp, El puente, Gepa) sowie alle Weltladen-Lieferanten, die der Konvention der Weltläden insgesamt gerecht werden (das sind z.B.: adepa, Aprosas, Arte Indio, BanaFair, Contigo, Fairkauf, Globo, Regenwaldladen, dwp, El puente und Gepa).
Die dort aufgeführten Siegel, Eigenmarken bzw. Lieferanten werden der Definition des Fairen Handels (englisch, pdf, 481 KB, S. 6) gerecht und daher akzeptieren wir sie neben unserem Fairtrade-Siegel.
Links dazu:
http://www.wfto.com/
http://weltladen.de/ (Weltladen-Bereich > Lieferantenkatalog > Die anerkannten Weltladen-Lieferanten)
3. Welche Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte und Discounter führen bundesweit ein Sortiment an Fairtrade-Produkten?
In rund 30.000 Geschäften sind Produkte mit dem Fairtrade-Siegel erhältlich: u.a. Adler-Mode-Märkte, Aldi Süd, Alnatura, Bartels-Langness Gruppe (Famila Nordost, Markant, Citti), Basic, Bio Company, Blume 2000, Blumen Risse, Budni Drogeriemärkte, Bünting (Famila West, Markant), Coop eG (Sky, Plaza), denn’s bio, dm Drogeriemärkte, Ebl Naturkost, Edeka (E-Center, E-Neukauf, E-Aktiv, Marktkauf), Feneberg, Fegro/Selgros, Globus, Handelshof, Hit, Ihr Platz, Jack&Jones, Jibi, Kaiser´s, Karstadt, Kaufland, Konsum, Lidl, LPG Biomarkt, Metro Group (Real, Kaufhof, Metro C&C), Netto, P&C, Pflanzen Kölle, REWE (mit REWE-Supermärkte, Penny, Temma, Toom), Rossmann Drogeriemärkte, tegut, Tengelmann und Wasgau. Außerdem sind sie online zu bestellen, zum Beispiel bei Otto, Puma und der Gepa.
Fair gehandelte Produkte gibt es zudem bundesweit in 800 Weltläden und in 15.000 gastronomischen Betrieben. Auf der Seite von www.weltladen.de (Weltladen finden) können Sie zudem nach Weltläden in Ihrer Kommune suchen.
In der Fairtrade-Produktdatenbank finden Sie fast alle Produkte und ihre Verkaufsstellen. Falls die Verkaufsstellen nicht ausdrücklich genannt werden, wenden Sie sich bitte an den Hersteller.
Die Emailadresse finden Sie ebenfalls in der Produktdatenbank.
In unserem Gastro- und Blumen-Finder können Sie nach Verkaufsstellen in Ihrer Nähe suchen oder weitere Verkaufsstellen eintragen, die bisher noch nicht registriert sind.
4. Zählt jede einzelne Filiale?
Ja, für das Kriterium Nr. 3 zählt jede einzelne Filiale einer (z.B. Supermarkt-)Kette, denn jede dieser Filialen erreicht potentiell andere Kunden einer Kommune. Sollte ein Geschäft sowohl Verkauf als auch Ausschank von fair gehandelten Produkten haben, müssen Sie sich allerdings entscheiden, unter welcher Rubrik Sie dieses auflisten. Eine Doppelzählung ist nicht möglich.
5. Das Blumengeschäft Ihrer Stadt führt nur ein Produkt: Blumen. Können Sie dieses trotzdem mitzählen?
Gerne möchten wir das Engagement aller würdigen, die sich für Fairtrade einsetzen. Es liegt in der Natur des Blumengeschäftes, dass es in der Regel nicht auch noch fair gehandelte Schokolade oder Kaffee verkauft. In diesem Fall zählen bspw. zwei verschiedene Blumensorten (ebenso: verschiedene Eissorten bei Eisdielen, bswp. von Ben&Jerry´s).
6. Wieso werden bei Starbucks, Tchibo und anderen mehrere Produkte angerechnet, wo sie doch nur Kaffee ausschenken?
Starbucks hat alle seine Espresso-basierten Produkte auf Fairtrade-Espresso umgestellt. Demnach gibt es dort nicht nur Fairtrade-Kaffee, sondern diverse Kaffeespezialitäten, die Fairtrade-Kaffee enthalten. Diese verschiedenen Sorten werden in der Regel von unterschiedlichen Kunden getrunken (bspw. trinkt der eine immer Espresso, der andere immer Frozen Coffee). Daher lassen wir auch hier ausnahmsweise ein Produkt in unterschiedlichen Varianten gelten. Das gleiche gilt für Tchibo.
Dennoch möchten wir an dieser Stelle betonen, dass wir es natürlich befürworten, wenn Sie Gastronomen dazu bewegen können, weitere Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Inzwischen gibt es über 1.900 gesiegelte Fairtrade-Produkte in Deutschland.
Gerne können Sie Gastronomen in Ihrer Kommune auf unseren Außer-Haus-Markt-Einkaufsführer hinweisen, der das Sortiment an Fairtrade-Produkten für den Großverbrauch erfasst.
7. Wo bekommen Gastronomen Informationen über Fairtrade-Produkte und Lizenzpartner sowie über Gebindegrößen für den Großverbrauch?
In unserem Außer-Haus-Markt Einkaufsführer "Taste" verschaffen Sie sich einen Überblick über die Vielfalt der Fairtrade-lizensierten und zertifizierten Produkte und über unsere Lizenzpartner.
Unseren Außer-Haus-Markt Einkaufsführer können Sie bequem online lesen.
Den Einkaufsführer haben wir für Sie auch als Booklet und Nachschlagewerk in gedruckter Form entwickelt. Die Druckversion enthält zusätzlich Ansprechpartner und Gebindegrößen für den Großverbrauch.
8. Warum arbeitet Fairtrade mit Discountern zusammen?
Ausführliche Informationen dazu bietet Ihnen dieses Statement, sowie die FAQs von Fairtrade Deutschland:
Statement Fairtrade und Discounter (pdf, 39 KB)
KRITERIUM 4 - Öffentliche Einrichtungen wie Kirchen, Vereine, Schulen
1. Wie kann ich schnell herausfinden, welche Kirchengemeinden in meiner Kommune sich für den Fairen Handel engagieren?
Eine Kampagne von Brot für die Welt ist „2000 Gemeinden trinken fair“. Die dort teilnehmenden (evangelischen) Gemeinden schenken fair gehandelten Kaffee aus und können daher für das Kriterium 4 mitgezählt werden.
„2000 Gemeinden trinken fair“
Eine ähnliche Kampagne gibt es von der katholischen Kirche. Das Zertifikat „Pfairrgemeinde“ bestätigt u.a., dass bei Veranstaltungen Produkte mit dem Fairtrade-Siegel (Kaffee, O-Saft, Tee, Süßigkeiten, Rosen etc.) angeboten werden. Außerdem führen die Gemeinden jährlich spezielle Aktionen durch, z.B. ein Faires Frühstück oder spezielle Verkaufsaktionen, und veröffentlichen diese Aktivitäten im Pfarrbrief und auf ihrer Internetseite. Selbstverständlich sind auch Geschenke anlässlich Jubiläen und Geburtstagen aus Fairem Handel sowie die Bälle bei Sport und Spiel.
Liste Pfairrgemeinden (doc, 27 KB)
2. Wie können Schulen aktiv werden?
Auch hier ist natürlich Kreativität und Engagement gefragt. Es gibt viele schöne Beispiele: unter anderem bietet sich der Verkauf von Fairtrade-Produkten wie Schokoriegel und Obst in einem Schulkiosk, einer Cafeteria oder Mensa an, sollte es solche Einrichtungen an der Schule geben. Auch stellen viele Schulen auf Fairtrade-Kaffee (und andere Produkte) im Lehrerzimmer, beim Elternabend und bei Schulveranstaltungen um.
Das Thema Fairer Handel bietet sich auch wunderbar für Unterrichteinheiten an, z.B. in Fächern wie Ethik, Politik, Erdkunde, Religion und viele mehr. Aktions-Ideen, Anregungen und Beispiele anderer Schulen, Filme, Materialien zum Bestellen und zahlreiche Links zu Unterrichtsmaterialien vom Forum Fairer Handel, BMZ und vielen mehr finden Sie in unserer Schüler-Ecke. In manchen Schulen haben Schüler auch eine Schüler-Firma gegründet und eignen sich so zusätzliches Wissen zum Erstellen eines Businessplans sowie andere Fähigkeiten an.
Schülerecke auf der Website von Fairtrade Deutschland
3. Wie können öffentliche Einrichtungen kenntlich machen, dass Sie sich für Fairtrade engagieren / bei der Kampagne mitmachen?
Grundsätzlich können Aufkleber „Wir führen Fairtrade-Produkte“ für solche Einrichtungen angefordert werden, wenn diese Fairtrade-Produkte führen.
Sollte eine Schule jedoch beispielsweise Unterrichtseinheiten zum Fairen Handel durchführen, aber keine Produkte im Schulkiosk oder dergleichen führen, gilt die Aussage des Aufklebers natürlich nicht und dann sollte dieser auch nicht eingesetzt werden.
Fairtrade Deutschland bietet jedoch Poster, Flyer und diverse Informationsmaterialien an, die hier bestellt werden können.
KRITERIUM 5 - Medien
Allgemein zum Kriterium "Medien"
Die Initiative in einer Kommune zur Kampagne Fairtrade Towns generiert häufig ein großes Medieninteresse. So erschienen bspw. in Ludwigsburg im Jahr 2011 mindestens 18 Artikel zu dem Thema; in Abensberg im vergangenen Jahr 26, in Frankfurt 24. Insgesamt wurden für die Kampagne im Jahr 2011 mehr als 590 Printartikel gezählt, hinzukommen zahlreiche Berichte in Radio und Fernsehen sowie eine noch höhere Anzahl von Internetberichten.
Beispiel:
Artikel "Ein Jahr Fairtradestadt Augsburg" (pdf, 43 KB)
Beispielvorlage für eine Presseeinladung/Pressemitteilung:
Presseeinladung "Saarbrücken: 1. Fairtrade-Stadt in Deutschland" (pdf, 79 KB)
Pressemitteilung "Neuss ist 1. Fairtrade-Stadt in NRW" (pdf, 81 KB)
„Das gute Medienecho nach der Verleihung des Titels „Fairtrade Town“ half dem Fairtrade-Gedanken zu mehr Präsenz in den Köpfen der Nürnbergerinnen und Nürnberger. Im abgelaufenen Jahr gab es eine Reihe von Aktionen, um dieses wichtige Thema immer wieder ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken.“ (5.8.11, www.nuernberg.de)
ALLGEMEIN
1. Was bedeutet es, Fairtrade Town zu sein?
Für eine Kommune bedeutet es, dass sie nachweislich bestimmte Kriterien erfüllt, die das Engagement für den Fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln soll. Die genauen Kriterien finden Sie hier und ausführlich in unserem Aktionsleitfaden.
Erfüllt eine Kommune die Kriterien, kann sie sich bei TransFair um eine Auszeichnung bewerben und im Fall einer positiven Prüfung der Bewerbung mit dem Titel „Fairtade-Stadt, - Gemeinde, oder -Landkreis“ schmücken. Dabei handelt es sich um Mindestkriterien, die gerne nach oben hin angepasst werden können.
Was es für einen Nutzen für die Kommune bedeutet, können Sie unter Kriterium 1, Frage 1 nachlesen.
2. Was gibt es für Materialien und wo kann ich Info-Material zu der Kampagne Fairtrade Towns bekommen?
- Es gibt einen umfangreichen Aktionsleitfaden, der sich hauptsächlich an alle richtet, die ihre Kommune zur Fairtrade Town machen wollen.
- Der Basisflyer zur Kampagne ist für eine erste, kurze Information geeignet.
- Das Bewerbungsformular ist im Aktionsleitfaden enthalten und steht zum Download als PDF- und Word-Version zur Verfügung.
- Im September 2011 ist neu herausgekommen „Die ersten 43“ – eine Publikation, die die besten Beispiele aus den bereits ausgezeichneten Fairtrade Towns in Deutschland versammelt.
- Beispiele für Beschlussvorlagen für Städte, Gemeinden und Landkreise.
Alle Publikationen können hier als Printversion bestellt werden.
Darüberhinaus gibt es zahlreiche Materialien zum Bestellen und Downloaden zu Fairtrade Deutschland und Fairtrade allgemein.
Werbematerialien wie Schokolädchen, Pappbecher und Papiertüten können kostenpflichtig über unseren Bestell-Shop bestellt werden.
Allgemeine Informationen zum Fairen Handel finden Sie hier.
3. Wie lange dauert die Prüfung der Bewerbungsunterlagen?
Unser Prüfgremium besteht aus unserem Geschäftsführer, Dieter Overath, unserer Pressesprecherin, Claudia Brück, und der Kampagnenleiterin, Kathrin Bremer. In der Regel benötigen wir 4-6 Wochen für die Prüfung der Bewerbungsunterlagen. Aber bitte kalkulieren Sie lieber ein bisschen mehr Zeit ein, falls doch einmal Nachbesserungsbedarf besteht. Wir informieren Sie darüber umgehend, so dass Sie fehlende Unterlagen nachreichen oder andere Mängel beheben können.
Sollten Sie bereits einen Wunschtermin für die Auszeichnung in Aussicht haben, bitten wir Sie, die Bewerbungsunterlagen mindestens drei Monate vor dem gewünschten Termin bei uns einzureichen. Wir bemühen uns um eine schnelle Bearbeitung Ihrer Bewerbungsunterlagen.
4. Wir haben unsere Kommune auf der Website www.fairtrade-towns .de registriert, haben nun aber den Kommunen-Login vergessen. Was können wir tun?
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kollegen Herrn Daniel Caspari: d.caspari@fairtrade-deutschland.de ; Telefon: 0221-94204052.
5. Wir wollen eine eigene Fairtrade Towns-Städteseite erstellen. Gibt es dazu Vorlagen und Richtlinien?
Auf vielfachen Wunsch haben wir Vorlagen/Bausteine für Städteseiten entworfen, die Sie individuell bearbeiten können. Dazu gibt es ein Handbuch, das Ihnen bei der Umsetzung hilft.
Beispielseite Fairtrade Town Frankfurt am Main
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kollegen Herrn Daniel Caspari: d.caspari@fairtrade-deutschland.de ; Telefon: 0221-94204052.
6. Darf ich das Fairtrade-Logo auf meine Website/ in meiner Publikation abbilden?
Wenn Sie die Nutzungsrechte für das Fairtrade-Logo beachten, freuen wir uns über die Abbildung des Siegels. Die Nutzungsbedingungen können Sie hier (pdf, 122 KB) nachlesen.
Dort finden Sie auch Links zum Download des Fairtrade-Siegels. Foto-Service - Download Siegel.
Den Link zum Logo für die Kampagne Fairtrade Towns finden Sie hier.
7. Wie viele Fairtrade Towns gibt es weltweit und was passiert in anderen Ländern zu diesem Thema?
Inzwischen gibt es über 1000 Fairtrade Towns in 23 Ländern. Jedoch kommen jeden Tag neue Fairtrade Towns dazu. Darüberhinaus ist die Kampagne in weiteren drei Ländern gestartet, in denen es bisher noch keine ausgezeichneten Kommunen gibt.
Weitere Informationen gibt es auf der internationalen Fairtrade Towns Seite. Hier können Sie auch Mitglied in verschiedenen Foren werden, um sich auszutauschen.
8. Weitere Kampagnen/Organisationen, die zum Thema arbeiten:
- Kampagne für saubere Kleidung
- Südwind Institut
- In Rheinland-Pfalz von ELAN (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk): u.a. Fairhandels-Beratung
9. Wie läuft die Veranstaltungsplanung ab?
Nachdem die Prüfung der Bewerbungsunterlagen erfolgreich abgeschlossen ist, kann eine schöne Auszeichnungsveranstaltung geplant werden. Wichtig ist, den Termin frühzeitig mit dem Büro des/der (Ober-)Bürgermeisters/in abzusprechen. Es bietet sich auch an, die Titelvergabe mit einem anderen Ereignis der Stadt, z.B. ein Stadtfest, zu verbinden, um so eine erhöhte Medienaufmerksamkeit zu generieren.
Ideen und Beispiele können Sie dem Konzept zur Titelvergabe entnehmen.
10. Wie geht es nach der Titelvergabe weiter?
Bitte schicken Sie uns unmittelbar nach der Auszeichnung einen kurzen Bericht und ein Foto, die wir medienwirksam auf unsere Internetseite stellen können. So wird die Auszeichnung Ihrer Kommune auch überregional bekannt.
11. Wie können wir den Titel erneuern? Müssen wir in zwei Jahren härtere Kriterien erfüllen?
Nach zwei Jahren werden Sie aktiv von uns mit einem kurzen Fragebogen angeschrieben, ob die Kriterien weiterhin in Ihrer Stadt erfüllt sind. Nach Rücksendung des Formulars und Überprüfung können sie sich für weitere vier Jahre Fairtrade Town nennen. Danach findet eine solche Anfrage von uns alle vier Jahre statt. Eine Anhebung der Kriterien findet nicht statt.
Natürlich wünschen wir uns, dass der Titel Fairtrade Town nicht schon das Ziel und Ende der Reise ist, sondern dass es der Anfang für mehr Präsenz und Engagement für den Fairen Handel in Ihrer Stadt ist. Wir freuen uns über Berichte über errungene Erfolge und attraktive Aktionen in Ihrer Stadt.
Beispielsweise können Sie sich an der Fairen Woche, der Kaffee.Pause.Fair, dem Fairtrade Breakfast und vielen anderen Aktionen beteiligen und so das Thema Fairer Handel weiterhin in Ihrer Stadt am Leben halten. Sprechen Sie weitere Geschäfte und Gastronomische Betriebe an. Jetzt, wo Ihre Kommune eine Fairtrade Town ist, sind die Menschen vielleicht offener und interessierter für dieses Thema.
Oder tauschen Sie sich mit Ihren Partnerstädten aus. Sind Ihre Partnerstädte vielleicht schon Fairtrade Towns? Wenn nicht, geben Sie doch den Anstoß dazu und ermuntern Sie sie, sich ebenfalls an dieser weltweiten Kampagne zu beteiligen.
Formular zur Titelerneuerung (pdf, 79 KB)
Formular zur Titelerneuerung (word, 1,8 MB)
12. Weitere Fragen zum Thema Fairer Handel allgemein, Fairtrade und TransFair.
Weitere Antworten auf wichtige Fragen finden Sie unter den FAQs von Fairtrade Deutschland.
Beispielsweise:
- Welche Produkte gibt es mit Fairtrade-Siegel?
- Wie kann ich Fairtrade-zertifizierte Produkte in das Angebot meines Ladens, Cafés, Restaurants oder meiner Schule aufnehmen?
- In meinem Laden, Supermarkt oder Café werden keine Fairtrade-Produkte angeboten. Was kann ich tun?
- Ist es nicht besser regional einzukaufen als Fairtrade zu unterstützen?



