Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, um „Fairtrade-Stadt“, „Fairtrade-Kreis“ oder „Fairtrade-Gemeinde“ zu werden.
Nach Erfüllung aller Kriterien, Einreichung der Bewerbung und Prüfung durch TransFair e.V. wird der Titel „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis/Region) für zunächst zwei Jahre vergeben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind.
Kriterien für eine Fairtrade-Stadt oder Gemeinde:
1. Kriterium 2. Kriterium 3. Kriterium 4. Kriterium 5. Kriterium

- Für jeden Geschmack: Das Fairtrade-Süßwarensortiment.
- Die Entscheidung wird über die kommunalen Kommunikationswege, wie z.B. Gemeindenachrichten oder die Homepage der Kommune, kommuniziert.
- Hier muss regelmäßig, d.h. einmal im Quartal, eine Berichterstattung erfolgen.
- Beispiele für Beschlussvorlagen können bei Kathrin Bremer angefordert werden: k.bremer@transfair.org .
- Weitere Produkte, die sich für die Verwendung im Rathaus eignen, sind: Fairtrade-Tee, -Orangensaft, - Zucker, - Honig, - Kekse, - Schokolade, - Kakao.
Unter www.transfair.org stehen Ihnen eine Übersicht der Produkte sowie weitere Informationen zu Fairtrade-Produkten zur Verfügung.

- Fairtrade-Steuerungsgruppe aus Örebro, Schweden.
Um erfolgreich zu sein, sollte die Steuerungsgruppe aus Vertretern verschiedener Zielgruppen bestehen. Mindestens sollten jeweils folgende Bereiche vertreten sein:
- Städtische Verwaltung
- (Einzel-)Handel, z.B. ein Vertreter eines Weltladens
- Eine Welt, z.B. ein Vertreter einer Lokalen Agenda 21-Gruppe.
Zudem sind Vertreter aus anderen Bereichen wünschenswert:
- Kirchen und Nichtregierungsorganisationen
- Schulen und Vereine
- Medien
Wenn der Titel „Fairtrade-Stadt“ erreicht ist, kann die lokale Steuerungsgruppe daran mitwirken, die Kommune durch kreative Ideen und Aktionen sogar zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ zu machen (siehe gesonderte Information hierzu).
Klicken Sie auf die Tabelle, um herauszufinden, wieviele Gastronomiebetriebe und Geschäfte, welche Fairtrade-Produkte anbieten oder ausschenken, pro Einwohner vorhanden sein müssen, damit auch ihre Stadt oder Gemeinde "Fairtrade-Town" werden kann.
Beispiel: Bei einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 bis 25.000 Einwohnern müssen in Ihrer Stadt oder Gemeinde 5 Geschäfte und 3 Gastronomiebetriebe vorhanden sein, die Fairtrade-Produkte verkaufen oder ausschenken.
Sie können die Tabelle fortführen, indem Sie pro 10.000 Einwohner die Anzahl der Geschäfte um ein Geschäft erhöhen. Die Anzahl der Gastronomiebetriebe ist immer die Hälfte der Geschäfte aufgerundet.
Beispiel: Für 185.455 Einwohner sind 29 Geschäfte und 15 Gastronomiebetriebe nötig.

- Fairtrade in Gastronomiebetrieben.
Wie kommt die Steuerungsgruppe an Zahlen zur Statusermittlung?

- Fairtrade-Konsumentin im Supermarkt.
Um den Status Ihrer Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe zu ermitteln gibt es zahlreiche Möglichkeiten: So kann die Steuerungsgruppe beim Amt für Wirtschaftsförderung nach aktuellen Listen fragen.
Bereits existierende Einkaufsführer können ebenfalls nach Betrieben, die Fairtrade-Produkte verkaufen oder ausschenken, ausgewertet werden. Auch eine Zählung von Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben, z.B. im Rahmen einer Schulaktion, wären denkbar. Ebenso könnten Briefe direkt an die betreffenden Unternehmen, Supermärkte und Ketten geschrieben werden.
- 800 Weltläden bundesweit
- Bioläden, Reformhäuser, Naturkostläden
- Unabhängige Lebensmittelgeschäfte
- Warenhäuser wie Karstadt und KaDeWe
- Supermärkte wie Kaisers Tengelmann, Coop, Metro (real, Kaufhof, C&C), Rewe, toom, E-Center, Neukauf, Aktiv, Globus, Edeka, Handelshof, Hit, Kaufland, Tegut, Jibi-Märkte, Citti-Märkte, Familia-Märkte, Fegro
- Drogeriemärkte Budnikowsky und Rossmann
- Blumen Risse und Blumen 2000
- Discounter wie Lidl oder Penny-Markt
Gastronomische Betriebe, die Fairtrade-Produkte ausschenken, sind z.
- Studentenwerke, Mensen
- Kantinen & Kaffeeautomaten (in Universitäten, Firmen oder Behörden)
- Hotels, Restaurants, Cafés und Bäckereien
- Filialen mit Kaffeeausschank (z.B. von Tchibo, Starbucks)
Bei einer Einwohnerzahl unter 200.000 muss jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche gewonnen werden. Bei über 200.000 Einwohnern sind es jeweils zwei. Einmal pro Jahr sollte eine Aktion durchgeführt werden.
Beispiel: Eine „Fairtrade-Schule“ engagiert sich für den Fairen Handel. Das bedeutet, dass sie jungen Menschen vermittelt, wie Handel funktioniert und wie der globale Handel gerechter werden kann. Die Schule verkauft und nutzt Fairtrade-Produkte, so weit es geht und führt Aktivitäten zum Thema „Fairtrade“ durch.
Mit dem Aktionsleitfaden werden zahlreiche Hilfestellungen geboten - wie vorgefertigte Pressemitteilungen, Fotos und Geschichten.
Als Ergebnis sollten mindestens 4 Artikel pro Jahr publiziert werden.



