Urkundenübergabe in Dortmund

Als erste Stadt im Ruhrgebiet hat Dortmund alle Kriterien der weltweiten Kampagne Fairtrade-Towns erfüllt und reiht sich damit ein in die über 700 Fairtrade-Towns in 18 Ländern.

Seit Januar 2009 können sich deutsche Städte, Kreise und Gemeinden um den Titel bewerben. Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, der Vize-Präsident des Deutschen Städtetages Christian Ude und viele weitere prominente Paten unterstützen die Aktion. "Dortmund ist seit langem schon Vorreiterin im Fairen Handel - daher ist die Auszeichnung eine besondere Freude für mich", sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair.

Stadtdirektor Ullrich Sierau nahm am 15. September vor mehr als 150 Gästen im Signal Iduna Park die Urkunde von Dieter Overath entgegen. „Die Auszeichnung ist vor allem dem breiten Dortmunder Netzwerk aus entwicklungspolitischen Organisationen, Weltläden, Schulen, Kirchengemeinden und vielen anderen Akteuren zu verdanken“, betonte Ullrich Sierau. Dieter Overath bedankte sich bei dem Stadtdirektor stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, da sie durch ihr Engagement benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verhelfen.Fairen Handel sichtbar machenOb im Rathaus, in der Kantine, im Weltladen, im Café, im Sportverein oder im Lebensmitteleinzelhandel - der Faire Handel bietet vielerorts Anknüpfungspunkte. Die Kampagne Fairtrade Towns bezieht alle Bereiche kommunalen Engagements mit ein: die Bürger als Konsumenten, die Städte als öffentliche Beschaffer, die Medien und auch den Einzelhandel.Neben Dortmund haben sich zahlreiche weitere Kommunen auf den Weg gemacht, den Titel zu erreichen, darunter: Augsburg, Bonn, Fulda, Hannover, Heidelberg, Nordhausen, Wesel oder Wuppertal.

Als erste Fairtrade-Stadt in Hessen wurde am 20.09. Marburg ausgezeichnet, in Kürze werden ausgezeichnet: Rumbach/Pfalz (22.09.), Neumarkt i.d.OPf. (23.09.), Castrop-Rauxel (03.11.), Dinslaken (05.11.) und Sonthofen. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Website.

Hintergrund:
Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1000 Fairtrade-gesiegelte Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Sie sind in 30.000 Supermärkten, Naturkostgeschäften, allen Weltläden und in 10.000 gastronomischen Einrichtungen erhältlich.