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Bild: Nona Koberidze

EBC Hochschule Hamburg


Datum der Auszeichnung: 05.07.2016
Bundesland:
Hamburg
Anzahl der Studierenden: ca. 350
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Nicole Fabisch
Kontakt:
fabisch.nicole(at)ebc-hochschule.de
Website: www.ebc-hochschule.de

Warum macht die EBC Hochschule bei der Kampagne Fairtrade-Universities mit?

„Als Hochschule haben wir den Auftrag, den Fairtrade-Gedanken nach außen zu tragen und Bewusstsein dafür zu verankern sowie die Entwicklung kritisch zu begleiten – denn Siegel ist nicht gleich Siegel und Transparenz ist enorm wichtig“, sagte der Präsident der ECB Hochschule Johann Stooß anlässlich der Urkundenverleihung im Juli 2016.

Auch für mich als Professorin der Hochschule und Leiterin der Hamburger Steuerungsgruppe ist die Auseinandersetzung mit diesem gesellschaftlich und politisch so relevanten Thema äußerst wichtig. Wir sind sehr stolz darauf, die erste Fairtrade-University in Hamburg und die erste private Hochschule Deutschlands zu sein.

Wir wollen uns mit unserem Engagement für faire Handelsbedingungen einsetzen, aber auch für unfaire Produktionsbedingungen sensibilisieren. Wir wollen nicht einfach wegsehen und weitermachen wie bisher, sondern beteiligen uns an einem weltweiten Netzwerk für gerechtere Produktionsbedingungen. Wir wollen mithelfen, Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiter*innen stabilere, faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sichern. Fairness hat auch etwas mit Anerkennung zu tun, Respekt zu haben vor der Arbeit, die andere Menschen geleistet haben. Wir als EBC sind mit unserem neuen Fachbereich „Care and Education für Erzieher/innen und Krankenpfleger/innen“ auf dem Weg zu einer „Care & Fair University“.

Was macht das Engagement für den fairen Handel an der Hochschule aus?

Wir haben uns als Hochschule mit einem Hochschulbeschluss verpflichtet, uns für den fairen Handel einzusetzen und unsere Beschaffung umgestellt – in dem Rahmen z.B. auch Automaten, Kaffeeküchen und Veranstaltungscatering zum Teil mit fair gehandelten Produkten ausgestattet. Bei unseren Merchandising-Artikeln, z.B. T-Shirts, sowie bei Gastgeschenken wie Wein, Pralinen etc. achten wir auf faire und umweltschonende Produktion.

Darüber hinaus sensibilisieren wir für das Thema auch in der Lehre, organisieren Workshops oder behandeln Fallstudien in Seminaren. Nicht zuletzt veranstalten wir Events im Kontext des fairen Handels und der Nachhaltigkeit, z.B. Filmvorführungen zu fairen und nachhaltigen Themen wie Fast Fashion, Klimawandel etc. mit anschließender Diskussion, Kleidertauschparties, Faires Geo Caching, Fair-Kostungen und faire Fashion-Shows.

Was sind die Pläne der Fairtrade-Universities-Gruppe für die Zukunft?

Der Campus in Hamburg ist aktuell noch Vorreiter innerhalb des Hochschulverbundes. Wir sind aber bereits dabei, das Thema Fairtrade auch an den beiden anderen Standorten der EBC Hochschule in Berlin und Düsseldorf zu etablieren. Es haben sich bereits Steuerungsgruppen gebildet, die dabei sind, die Voraussetzungen umzusetzen. Darüber hinaus haben wir nahezu alle Mitarbeiter*innen aus Lehre und Verwaltung für Fairtrade sensibilisiert. So werden mittlerweile auf unseren Hochschulevents nicht nur fairer Tee, Kaffee, Wein oder Süßwaren angeboten, wir vermeiden auch Einweggeschirr und achten insgesamt auf Nachhaltigkeit.

Das Thema ist zudem in diverse Lehrveranstaltungen integriert. Wir planen weitere Gastvorträge, sind bei der Fairtrade-Stadt Hamburg in entsprechenden Gremien (Steuerungsgruppe) und bei Wettbewerben (Hamburg! Handelt! Fair!) aktiv.
Auch in anderen Bereichen achten wir auf einen ganzheitlichen Ansatz. Seit kurzem haben wir das Familiensiegel als familienfreundliches Unternehmen und sind auch bei Reisen bemüht, möglichst klimafreundlich unterwegs zu sein.

Die Fragen beantwortete Prof. Dr. Nicole Fabisch, Professorin für Marketing und Internationales Management an der EBC Hochschule Hamburg.


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