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Bild: Carina Stelter

Leuphana Universität Lüneburg


Auszeichnungs-Datum: 23.02.2016
Bundesland: Niedersachsen
Anzahl der Studierenden: Über 9.000
Ansprechpartnerin: Irmhild Brüggen
Kontakt: brueggen(at)uni.leuphana.de
Website: www.leuphana.de

Warum macht die Leuphana Universität Lüneburg bei der Kampagne Fairtrade-Universities mit?

Eine der zentralen Leitvorstellungen der Leuphana Universität Lüneburg ist es, durch Bildung und Forschung einen Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu leisten. Die Leuphana Universität Lüneburg versteht sich als humanistische, nachhaltige und handlungsorientierte Universität und hat Leitlinien zur Nachhaltigkeit. Dieser Grundsatz findet sich in der Forschung, Bildung, den Transferaktivitäten sowie im Betrieb der Universität wieder. In den unterschiedlichsten Zusammenhängen und von einer Vielzahl von Akteuren wird mit dem Leitbild Nachhaltigkeit gearbeitet.  Die Leuphana Universität Lüneburg hat seit dem Jahr 2000 Nachhaltigkeitsleitlinien sowie ein Umweltmanagementsystem nach EMAS,  ist seit 2015 Mitglied des International Campus Network (ISCN), seit 1997 des Copernicus Campus „University Network for Sustainability“ und hat in 2014 die Charta „Familie in der Hochschule“ unterzeichnet.

Somit ist das Engagement als Fairtrade-University eine wertvolle Ergänzung zu den zahlreichen Initiativen und  Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit.

Was macht das Engagement für den fairen Handel an der Hochschule aus?

An der Leuphana Universität Lüneburg ist es besonders, dass sich das Engagement zu nachhaltigen Themen in allen Bereichen der Universität findet und vernetzt: Forschung, Lehre, Betrieb und Gesellschaft. So auch im Themenkomplex Fairer Handel. Als Beispiel hatte das Forschungsprojekt „Bildungseinrichtungen nachhaltiger Konsum (BINK)“ (2006 bis 2011) zum Ziel, Bildungseinrichtungen zu Orten zu machen, die Jugendlichen eine Chance zur Reflektion des eigenen Konsumverhaltens und zum Ausprobieren nachhaltiger Verhaltensweisen bieten. Dieses wurde in die die Lehre aufgenommen und zusammen in den Betrieb der Universität überführt. So gab es z.B. das studentische Projekt „Die Uni trinkt fair!“, welches den Kaffeekonsum in den Instituten und in der Verwaltung fair umstellen wollte. In den Cafés und in der Mensa wurden bereits schon 100% Fairtrade-Kaffee angeboten und im Merchandising der Universität werden Fairtrade T-Shirts angeboten.

Zudem hat sich die Leuphana stark in der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Town Lüneburg“ engagiert und über Projektseminare mit Studierenden verschiedene Ideen und Themen in der Stadt Lüneburg zum fairen Handel untersucht.

Außerdem haben Studierende der Universität das Thema bereits durch eigene Unternehmensgründungen mit Leben erfüllt:

  • Lünebohne ist eine Studierendeninitiative und ein  gemeinnütziger Verein, der den bewussten Konsum in Lüneburg mit den fair gehandelten Produkten der „Lünebohne“, dem „Lünepresso“ und der „SchokoLüne“ faire Handelsstrukturen erlebbar macht. Zudem werden durch Bildungsworkshops, Aktionstage und Infoveranstaltungen für einen nachhaltigen Konsum begeistert: www.luenebohne.de
  • mela wear ist eine studentische Unternehmensgründung und vertreibt 100% Fairtrade- und biozertifizierte Kleidung und den weltweit ersten Fairtrade- und biozertifizierten Rucksack. Henning Siedentopp und Claudia Assmuth haben 2014 mela wear gegründet und vertreiben fair gehandelte und ökologisch produzierte Textilien aus Indien. „mela“ ist Hindi und steht für „gemeinsam handeln. Ihr Antrieb ist dabei die Überzeugung, dass Wirtschaft einen aktiven Beitrag zur Lösung globaler ökologischer und sozialer Herausforderungen leisten muss: www.melawear.de

Was sind die Pläne der Fairtrade-Universities-Gruppe für die Zukunft?

Das Thema Fairtrade Kleidung und Stoffbeutel soll noch stärker behandelt werden.


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