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Bild: Iris Maurer

Universität des Saarlandes


Datum der Auszeichnung:
19.05.2014
Bundesland: Saarland
Anzahl der Studierenden: Knapp 18.000
Ansprechpartnerin: Heike Savelkouls
Kontakt: info(at)faire-uni-saar.de | h.savelkouls(at)studentenwerk-saarland.de
Website: www.uni-saarland.de | www.faire-uni-saar.de
Social Media: www.facebook.com/FaireUniSaar

Warum macht die Universität des Saarlandes bei der Kampagne Fairtrade-Universities mit?

Bereits seit 2004 interessieren wir uns zunehmend für die Themen des fairen Handels. An den Universitäten findet man eine hohe Konzentration an möglichen Akteuren – in Verwaltung und Lehre, innerhalb der Studierendenschaft und somit unter den künftigen Führungskräften unserer globalisierten Gesellschaft. Das sind beste Voraussetzungen dafür, viele Menschen zu erreichen und für das wichtige Thema des fairen Handels zu sensibilisieren.

Ende 2011 wurde die Entscheidung getroffen, eine Steuerungsgruppe zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt strebten wir bereits die Auszeichnung als Fairtrade-University an, organisierten regelmäßig Aktivitäten wie den wöchentlichen Info- und Verkaufsstand im Mensa-Foyer und andere Veranstaltungen. Dabei orientierten wir uns an der britischen Kampagne der Fairtrade-Universities. Nachdem wir die fünf Kriterien erfüllt hatten, reichten wir eine Initiativbewerbung bei Fairtrade Deutschland ein und wurden kurze Zeit später als erste Fairtrade-University in Deutschland ausgezeichnet.

Bild: Diego Nunez

Was macht das Engagement für den fairen Handel an der Hochschule aus?

Zum einen schätzen wir das Zusammenspiel von Hochschulmitarbeiter*innen und Studierenden. Während letztere kommen und gehen, sichern die Angestellten Kontinuität und sorgen für guten Austausch innerhalb der Gruppe. Zudem haben wir ein Programm für Botschafter*innen ins Leben gerufen. Das heißt, dass in der Regel Studierende, die schon bei der Fairtrade Initiative Saarbrücken mitwirken, auf dem Campus Lehrstühle und Fachschaften über das Thema informieren.

Eine weitere Besonderheit ist der kostenlose LieFAIRservice. Immer mehr Menschen an den Lehrstühlen, Instituten sowie Geschäften machen davon Gebrauch. Mit dem Service beliefern wir alle Kunden und Kundinnen auf dem Campus bei Bedarf mit unseren fairen Produkten und wenden damit direkt den Hemm-Faktor „wo besorge ich wie was“ ab. Dies ist eine tolle Möglichkeit, neue Partner*innen auf dem Campus zu gewinnen und gemeinsame Projekte voranzubringen.

Seit 2004 haben sich auf dem Campus 250 junge Menschen für Fairtrade engagiert, wobei wir besonders hervorheben möchten, dass über die Hälfte der Gruppe aus dem Globalen Süden wie Indien, Kamerun, Kolumbien und Madagaskar kommen.

Was sind die Pläne der Fairtrade-Universities-Gruppe für die Zukunft?

Für die Zukunft ist uns zunächst einmal die weitere Verankerung des fairen Engagements auf dem Saarbrücker Campus wichtig. Dazu schauen wir auch immer über unseren eigenen Tellerrand hinaus und vernetzen uns über die Campus- bzw. Stadtgrenzen hinweg mit anderen Akteuren des fairen Handels. Besonders am Herzen liegt uns die Beratung von weiteren interessierten Hochschulen in Deutschland. Eine unserer Visionen ist die grenzüberschreitende Vernetzung zur Mobilisierung der Hochschulen mit unseren Nachbarländern Luxemburg, Frankreich und Belgien.