Aktionen

Die faire Losbude von Nürnberg Nachhaltig und der AWO. Bild: Facebook/Nürnberg Nachhaltig

Jede Fairtrade-Town ist anders. Besonders schöne Aktionen entstehen, wenn Fairtrade und lokales Engagement aufeinandertreffen.

Der faire Handel lässt sich mit Sportveranstaltungen, Kulturangebot und regionalen Events verbinden. Daraus entsteht eine bunte Vielfalt an Aktionen, aus der wir Ihnen eine Auswahl in unserem Ideenpool zeigen wollen.

Sportlich fair

Auszeichnung im Stadion und faire Halbzeitaktion in Dortmund

Der BVB setzt sich für den Fairen Handel ein. Bild: Transfair e.V.
Der BVB setzt sich für den Fairen Handel ein.

Ruhrgebiet und Fußball gehören zusammen. Konsequenterweise wurde die Stadt Dortmund vor der beeindruckenden Kulisse des Fußballstadions Signal Iduna Park als Fairtrade-Town ausgezeichnet.

Und auch über die Auszeichnung hinaus verbinden die Dortmunder Fußball und Fairtrade: In der Halbzeitpause eines Spiels des 1. FC Köln gegen die Borussia Dortmund schossen Comedian Herbert Knebel, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und zehn FC-Balljungen insgesamt 80 Fairtrade-Fußbälle in die Zuschauerränge. TransFair-Vorstandsvorsitzender Dieter Overath erläuterte über Stadionfunk den rund 50.000 Fußballfans die Hintergründe der fairen Fußballaktion.

Faires Fußballturnier in Bad Brückenau

Fairplay beschränkt sich nicht auf Fouls.
Fairplay beschränkt sich nicht auf Fouls.

 

Unter dem Motto „Fair Play – Fair Trade“ lud die Fairtrade-Town Bad Brückenau aus Anlass der Weltmeisterschaft gemeinsam mit dem FC Bad Brückenau 32 Jugend-Mannschaften zu einem zweitägigen WM-Fußballturnier mit fairen Fußbällen und fairer Schokolade ein und verwies mit Schautafeln und Broschüren zum fairen Handel auf die Hintergründe des Engagements. Jede Mannschaft repräsentierte eine Nation und brachte auf diese Weise symbolisch die weite Welt in Bad Brückenau über den fairen Handel zusammen.



Wetten, dass…?

Neuss zählt jede Tasse

Bild: Eine Welt Initiative Neuss
Herbert Napp veruschte sich als Barista.

Wetten, dass es den Bürger*innen der Fairtrade-Town Neuss gelingt, am Coffee-Fairday mit 3.000 Tassen Fairtrade-Kaffee auf den fairen Handel aufmerksam zu machen? Die Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) schlug dem damaligen Bürgermeister diese Wette vor und organisierte mehrere Aktionen, darunter eine Kaffee-trinkende Menschenkette, bei der alleine 1.000 Tassen getrunken wurden.

Dazu ließen sich die Bürger*innen an Kaffeeständen in der Innenstadt Fairtrade-Kaffee schmecken und auf der Internetseite der lokalen Zeitung meldeten Privatpersonen, Firmen, Verwaltungen, Schulen und Kantinen ihre getrunkenen Tassen an. Am Ende waren 3.200 Tassen zusammengekommen und der damalige Bürgermeister der Stadt, Herbert Napp, servierte als Wetteinsatz eine Stunde lang in einem Innenstadtcafé.

Der Bürgermeister auf der Kartoffelwaage

In Viernheim wettete der Weltladen zum Weltladentag, dass die Magistratsmitglieder und Stadtverordneten der Stadt es nicht schaffen würden, in zwei Stunden rund um das Rathaus so viel fair gehandelte Produkte zu verkaufen, wie es braucht, um den Bürgermeister Matthias Baaß aufzuwiegen. Erfreulicherweise verlor der Weltladen diese Wette: 88,8 Kilogramm faire Waren wurden von den Politikerinnen und Politikern in kürzester Zeit unters Volk gebracht. Der Weltladen zahlte seinen Wetteinsatz, je zwei fair gehandelte Fußbälle für den Sportunterricht für alle Viernheimer Schulen, und wurde mit Medieninteresse und neuer Bekanntheit unter Viernheims Bürger*innen belohnt.



Faires Kulturprogramm

Kulturcafé in Dinslaken

Dinslaken: Erste Fairtrade-Town am Niederrhein. Bild: Rose Benninghoff
Dinslaken: 1. Fairtrade-Town am Niederrhein

 

Im Rahmen des dreitägigen Stadtfestes „DIN-Tage“ findet das faire Kulturcafé statt, das sich aus dem Geburtstagsfest des Agenda 21-Stadtkaffees zu einer festen Größe im Programm entwickelt hat. Zwischen 10.000 und 12.000 Besucherinnen und Besucher erleben mittlerweile jedes Jahr das abwechslungsreiche Kulturprogramm bei Getränken, Kuchen und Imbiss unter dem Motto bio, fair und regional.

„Faires Kino“ in Gräfelfing

Bild: Jürgen Sauer
Fairtrade gegen "Schmutzige Schokolade".


Rund 100 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung der Gemeinde Gräfelfing und des Ortskinos „Filmeck“ zur kostenlosen Vorführung des Films „Schmutzige Schokolade“.

Dazu gab es Informationen zur Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie, eine Verkostung der fair gehandelten Gräfelfing-Stadtschokolade und eine angeregte Diskussion beim Fairtrade-Snackbuffet.



Jeck und Fair

Mit einem Prunkwagen rund um Fairtrade wird im Karneval für den fairen Handel geworben

Bild: Stefan Buentig
Och mer Jecke sin FAIRrück!

"Och mer Jecke sin FAIRrückt"  – unter diesem Motto fuhren vor einigen Jahren zum ersten Mal Prunkwagen als Werbeträger für den fairen Handel bei Karnevalsumzügen im Rhein-Kreis Neuss.

Mit fair gehandelten Kamellen, Schokolade und Rosen als Wurfmaterial setzen die Steuerungsgruppen der Fairtrade-Towns Neuss, Düsseldorf und Mönchengladbach ein Zeichen für den fairen Handel. Neuss ist mit über 10% fair gehandeltem Wurfmaterial Vorreiter und hat passenderweise den Ehrenbotschafter von TransFair e.V., Manfred Holz, zum "Botschafter des Neusser Karnevals" auf Lebenszeit ernannt.

Faire Fastenaktion in Rheda-Wiedenbrück

Fair statt Verzicht in Rheda-Wiedenbrück. Bild: Dorothee Kohlen
Fair statt Verzicht in Rheda-Wiedenbrück


Auch im Vorfeld der jecken Zeit bieten sich Gelegenheiten für Aktionen, wie die Fairtrade-Town Rheda-Wiedenbrück beweist: Die Fastenaktion „40 Tage mit fair gehandelten Produkten“ stellte in der Fastenzeit fair gehandelte Produkte anstelle des üblichen Verzichts auf Süßigkeiten, Alkohol oder Tabak in den Mittelpunkt.

Im Rahmen der Aktion wurden an drei Sonntagen, unterstützt von einem lokalen Supermarkt, Fastenessen mit möglichst vielen fair gehandelten Lebensmitteln angeboten. 



Fairtrade zu See

Alternative Hafenrundfahrt in Duisburg

Der Duisburger Hafen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Motor zur Bewältigung des Strukturwandels in der Region – weg vom Kohleabbau, hin zu einem der Umschlagplätze für weltweiten Güterverkehr. Die Fairtrade-Town Duisburg nutzt den geschichtsträchtigen Ort, die Anfänge der Schiffsfahrt reichen bis in die Neuzeit zurück, um bei einer Hafenrundfahrt mit Informationsmaterialien und Give-aways zum fairen Handel für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen weltweit zu werben.

Fairtrade Ahoi, in der Hansestadt Rostock

Fairer Handel auf dem Wasserweg bei der HanseSail in Rostock. Bild: Christoph Herz


Bei der „HanseSail“, dem weltweit größten Treffen von Traditionsseglern, sorgt die Hansestadt Rostock regelmäßig für einen fairen Programmpunkt.

Mal legt das erste Segelfrachtschiff der Welt mit fair gehandelten Waren am Fairtrade-Café an, mal sorgt ein vielfältiges Kulturprogramm mit Musik und Information für Hafenromantik oder wird an Bord des größten Segelschiffes der Welt fairer Kaffeeklatsch organisiert.



Fair durch alle Generationen

In einer Woche zur Fairtrade-Town in der Kinderspielstadt Simsalon

Simsalon: Die wohl besonderste Fairtrade-Town. Bild: Sindelfinger Zeitung / Böblinger
Simsalon: Die wohl besonderste Fairtrade-Town.

Der Fairtrade-Town Sindelfingen gelang ein ganz besonderes Lehrstück, wie Kinder durch eine engagierte Zusammenarbeit an den fairen Handel herangeführt werden können: In der „Kinderspielstadt Simsalon“ organisieren Kinder für eine Woche ihre eigene Stadt – mit Stadtrat, Geschäften, Produktion und Dienstleistungen, Ämtern und einer Bank inklusive eigener Währung. Der Beschluss des Kinder-Stadtrats führte zur Einrichtung eines Weltladens mit fairen Riegeln, zur Verkostung der Eltern im Elterngarten mit fair gehandeltem Kaffee, Tee und Keksen und zur Berichterstattung in den Simsalon-Medien. Alle Kriterien zur Fairtrade-Town waren damit erfüllt und die Auszeichnung überreicht.

Kita Frühstück in Amtzell und Gronau

Fair frühstückt's sich besser. Auch in der Kita. Bild: Birgit Hüsing-Hackfort
Fair frühstückt's sich besser.

In den Fairtrade-Towns Amtzell und Gronau konnten die Kleinen bei einem gesunden Frühstück in der Kita unter dem Motto „bio-regional-saisonal-fairtrade“ mehr über die Herkunft unserer Lebensmittel erfahren. Dazu vermittelten kindgerechte Bildungseinheiten Wissen zu Fußbällen und Kleidung und Lesungen und Musikveranstaltungen sorgten für kulturelle Abwechslung.

Zudem informierten Kinder in Gronau Bewohnerinnen und Bewohner einer Senioreneinrichtung über die positiven Auswirkungen des fairen Handels auf die Arbeits- und Lebenssituation von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im globalen Süden.



Stadtfeste und Ausstellungen

Ausstellung zu Textilproduktion in Rheda-Wiedenbrück

„Trikot-Tausch – Die zwei Seiten der internationalen Sportbekleidungsproduktion“ – so das Thema einer Ausstellung des Vereins Vamos e.V. aus Münster, die auf Einladung der Fairtrade-Town Rheda-Wiedenbrück Station machte. Ebenfalls im Programm: Vorträge, ein Nähkurs und eine Schulaktion, bei der Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen weiße Shirts aus Fairtrade-Baumwolle nach eigenen Ideen gestalten und im Rahmen der Ausstellung präsentieren konnten.

Open Air Frühstück und Modenschau in Bonn

Seit 2014 organisiert ein breites Bündnis rund um den Bonner Weltladen, die Verbraucherzentrale und die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Bonn ein Open-Air Frühstück auf dem belebten Münsterplatz. Die Lebensmittel werden von lokalen Geschäften gespendet und das Programm von einem etwa 30- bis 40-köpfigem Team von haupt- und ehrenamtlichen Fair-Handels-Akteur*innen umgesetzt. Höhepunkt des Tages ist eine faire Modenschau mit Kleidung lokaler Anbieter.



Kreativ engagiert

Faire Losbude in Nürnberg

Die erste Öko-Faire-Losbude Bayerns in Nürnberg. Bild: Facebook / Nürnberg nachhaltig

 

Die AWO Nürnberg hat in Zusammenarbeit mit dem „Eine-Welt-Netzwerk Bayern“ die erste „Öko-Faire-Losbude“ Bayerns realisiert und verlost seitdem nur noch nachhaltig produzierte Artikel. Neben den fairen Preisen erhalten die glücklichen Gewinner*innen Informationen zur Herkunft der gewonnen Artikel.

Kreativ mit Musik und Tanz

You have the power to change the world. Musik und Tanz für Fairen Handel. Bild: YouTube / Tonio Geugelin
You have the Power to change the World!


Mit einem Musik- und Tanzvideo haben drei junge Künstler aus Arnheim in Kooperation mit der Fairtrade-Gemeinde Gröbenzell ihr Engagement für Fairtrade kreativ umgesetzt.

Die Idee für das Musik- und Tanzvideo „Smalltalk“ und den gleichnamigen Song stammt von einer Tänzerin aus Gröbenzell.

Aktionsideen Kakao & Schokolade

Ansprechpartner*innen der Aktionsgruppe.
Ansprechpartner*innen der Aktionsgruppe.

Die Aktionsgruppe „Faires Filderstadt“ hat in Kooperation mit der Fairtrade-Town Filderstadt hat zu Ihrem Themenschwerpunkt im fairen Aktionsjahr 2017/2018, 29 kreative Aktionsideen zum Thema Kakao und Schokolade in einer Mappe zusammengestellt. Die Aktionsideen eignen sich für Kindergärten, Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und weitere Bildungseinrichtungen.

Die Ideenvielfalt reicht von einer Rallye durch die eigene Stadt über ein Rollenspiel zum Thema faire Schokolade bis hin zu kreativen Film- und Ausstellungstipps. Auch Bastelaktionen oder Schokoladen-Verkostungen lassen sich gut mit der Sensibilisierung für die Themen Kakao/Schokolade und fairer Handel verbinden. Die Aktionsmappe bietet hierfür ebenfalls jede Menge Anregungen.

Die einzelnen Aktionsideen können auf der Website des Weltladens Filderstadt eingesehen werden und stehen dort auch zum Download bereit. Interessierte können Kontakt mit der Aktionsgruppe Faires Filderstadt aufnehmen, um sich beraten zu lassen oder die Materialien anzufragen. Nachmachen erwünscht!

Faire Bananen auf dem Solinger Wochenmarkt

Faire Bananen auf dem Solinger Wochenmarkt.
Faire Bananen auf dem Solinger Wochenmarkt.

Im Rahmen der Aktion „Wir wollen es fair!“ verteilten Engagierte und Mitglieder der Solinger „Steuerungsgruppe Fairtrade-Town“ auf dem Ohligser Wochenmarkt 14 Kilo faire Bananen und informierten die Passant*innen über den fairen Handel.

„Jede Veränderung fängt bei uns selbst an“, betonte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der zusammen mit seiner Familie die Aktiven, darunter Ehrenamtliche vom „Weltladen“ der Evangelischen Kirchengemeinde Wald, unterstützte.

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