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Einkaufswagen mit Fairtrade-Produkten

 

Kriterium 3: Fairtrade-Produkte im Sortiment

In einer festgelegten Anzahl von lokalen Einzelhandelsgeschäften, Floristen sowie Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten. Die Mindestanzahl der Einzelhandelsgeschäfte und gastronomischen Einrichtungen variiert entsprechend der Einwohnerzahl. Der Online Kalkulator berechnet die benötigte Mindestanzahl.


Wie viele beteiligten Geschäfte und Gastronomiebetriebe sind für unsere Kommune nötig?

Wie viele Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe Sie für die Erfüllung des Kriteriums 3 benötigen, ist von der Einwohnerzahl Ihrer Kommune abhängig. Unser Kalkulator errechnet die Anzahl ganz schnell und einfach für Ihre Kommune.

Kalkulator zur Ermittlung

Bedarf ermitteln



Wie weisen Sie Kriterium 3 nach?

Nutzen Sie unsere Vorlage und legen Sie die Liste mit Unterschriften den Bewerbungsunterlagen bei. Für größere Supermarktketten ist keine Unterschrift erforderlich, hier sind wir über die Listung von Fairtrade-Produkten informiert und es reicht die Anschrift der Filiale. Ausnahmen bilden die selbständig geführten Filialen.

So machen es andere

  • Paderborn: Fairer Handel ist Chefsache – zumindest in Paderborn. Denn der Bürgermeister rief alle Einzelhändler und Gastronomen persönlich in einem Schreiben dazu auf, Produkte aus fairem Handel in ihr Angebot aufzunehmen.
  • Karlsruhe: Die Studentenstadt bietet in ihren Hochschulen nicht nur eine hervorragende Lehre, sondern versorgt ihre Studenten auch mit fair gehandelten Produkten.
  • Ludwigsburg: Zahlreiche Innenstadt-Cafés beteiligten sich am Fairtrade-Frühstück, zu dem Fairtrade Deutschland jedes Frühjahr aufruft.
  • Hannover: Im Stadt-typischen Design hat die Stadt faire Produkte erstellt. Neben dem Städtekaffee, gibt es auch Schokolade, Taschen und T-Shirts fair gehandelt.
  • Frankfurt: Die Fairtrade-Town Frankfurt veröffentlichte einen fairen Einkaufsführer.

Tipps & FAQs zu Kriterium 3

Weiterführende Informationen

  • Einen Überblick über alle vorhandenen Einzelhändler und Gastronomiebetriebe in Ihrer Kommune bekommen Sie beim Amt für Wirtschaftsförderung.
  • Speziell für die Gastronomie bieten wir in unserem Außer-Haus-Markt Führer „Taste“ einen Überblick über alle erhältlichen Fairtrade-Produkte an: Taste.
  • In unserem Gastro- und Blumen-Finder können Sie nach Verkaufsstellen in Ihrer Nähe suchen oder weitere Verkaufsstellen eintragen, die bisher noch nicht registriert sind.
  • Binden Sie die Einzelhändler und Gastronomiebetriebe in die Aktionen zum fairen Handel mit ein z.B. am Fairtrade-Frühstück und an der Fairen Woche beteiligen sich jährlich mehrere hundert Bäckereien und Cafés sowie zahlreiche Einzelhändler, die fair gehandelte Produkte als Aktionsware anbieten.
  • Motivation für die Akteure: Die Themen fairer Handel und nachhalitger Konsum liegen im Trend. Die Bekanntheit von Fairtrade nimmt Jahr für Jahr zu und die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher steigt kontinuierlich an. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland Fairtrade-gesiegelte Produkte im Wert von 978 Millionen Euro gekauft - ein Plus zum Vorjahr von 18 Prozent.
  • Gastronomen und Einzelhändler, die Fairtrade-Produkte anbieten, kommen der steigenden Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach. Sie können sich durch ihr soziales Engagement aber auch von anderen Anbietern abheben, damit werben und gezielt diese Konsumentengruppe ansprechen. Dies trägt zu einem Imagetransfer bei.

Download Broschüre: Machen Sie den Unterschied

Gilt im Rahmen der Kampagne nur das Fairtrade-Siegel?

Grundsätzlich gilt, dass die Kampagne Fairtrade-Towns offen ist für andere Akteure des fairen Handels und wir hier gerne eine gute Zusammenarbeit pflegen. Der Begriff „Fair“ ist allerdings nicht geschützt und es müssen daher gewisse Standards erfüllt sein. Anerkannt sind daher alle Mitglieder der World Fair Trade Organization WFTO (z.B. dwp, El puente, Gepa) sowie alle Weltladen-Lieferanten, die der Konvention der Weltläden gerecht werden. Das sind z.B.: adepa, Aprosas, Arte Indio, BanaFair, Contigo, Fairkauf, Globo und Regenwaldladen. Die dort aufgeführten Siegel, Eigenmarken bzw. Lieferanten werden der Definition des fairen Handels (pdf anbei) gerecht.

Es ist uns sehr wichtig, bei der Fairtrade-Towns Kampagne eine hohe Transparenz und Glaubwürdigkeit gewährleisten zu können. Hier legen wir nicht unsere Wertung als Maßstab an, sondern die Motivation der Akteure, sich durch eine dritte, unabhängige Instanz überprüfen zu lassen. Dies ist ausschlaggebend für eine Berücksichtigung im Rahmen der Kampagne.

Um beispielsweise die Glaubwürdigkeit des Fairtrade-Siegels sicherzustellen, arbeitet die zuständige Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT GmbH mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten System, das den Anforderung der DIN ISO Norm 65 folgt. ISO 65 ist heute die weltweit akzeptierte Akkreditierungsnorm für Zertifizierungsorganisation.

Eine Grundsatz-Charta für den Fairen Handel (PDF)

Welche Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte und Discounter führen bundesweit ein Sortiment an Fairtrade-Produkten?

Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42.000 Verkaufsstellen darunter alle Supermarktketten
in Deutschland und 20.000 gastronomischen Betrieben. Über 280 Firmen stellen mehr als 4000
Produkte unter Fairtrade-Bedingungen her. Die Produktpalette ist vielfältig: Neben Kaffee, Tee und
Säften sind auch Bananen, Schokolade, Reis, Zucker, sowie Blumen und Baumwolle aus fairem Handel erhältlich. Einen Überblick über alle in Deutschland angebotenen Fairtrade-Produkte bietet die Produktfinder.

Rund 800 Weltläden bieten zudem eine breite Auswahl an fair gehandelten Produkten an. Auf der Internetseite des Weltladen-Dachverbandes können Sie zudem nach Weltläden in Ihrer Kommune suchen.

Zählt jede einzelne Filiale einer Kette?

Ja, für das Kriterium Nr. 3 zählt jede einzelne Filiale einer (z.B. Supermarkt-)Kette, denn jede dieser Filialen erreicht potentiell andere Kunden einer Kommune. Dazu zählen auch die gängigen Supermarktketten, wie z.B. Rewe oder Aldi. Für diese Filialen ist es nicht notwendig separate Formulare auszufüllen und einzureichen. Es reicht, wenn die jeweiligen Filialen mit den dazugehörigen Adressen aufgelistet werden.
Sollte ein Geschäft sowohl Verkauf als auch Ausschank von fair gehandelten Produkten haben, müssen Sie sich entscheiden, unter welchem Kriterium Sie dieses auflisten. Eine Doppelzählung ist nicht möglich.

Das Blumengeschäft Ihrer Stadt führt nur ein Produkt: Blumen. Können Sie dieses trotzdem mitzählen?

Gerne möchten wir das Engagement aller würdigen, die sich für Fairtrade einsetzen. Es liegt in der Natur eines Blumengeschäftes, dass es in der Regel nicht auch noch fair gehandelte Schokolade oder Kaffee verkauft. Ein Florist mit Fairtrade-Rosen im Angebot wird für die Kriterienerfüllung positiv gewertet.

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