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20.05.2020

Erster Fair Fashion Shopping Guide des Ruhrgebiets online

Who made my clothes? Wie fair geht es zu in meinem Kleiderschrank? Unter welchen Bedingungen wurde das T-Shirt produziert, in dem ich unbeschwert den Sommer genieße oder die Jeans, die mir so perfekt passt? Immer mehr Menschen fragen das – sie wollen wissen, wie und wo ihre Kleidung hergestellt wurde.

©buygoodstuff.de

Zudem wollen sie wissen: Wo finde ich in meiner Stadt attraktive Mode, die zu fairen Bedingungen produziert wurde? Die Antworten auf diese Fragen liefert BUY GOOD STUFF, der erste Fair Fashion Shopping Guide des Ruhrgebiets. Zusätzlich zur kostenlosen Ausgabe zum Runterladen, gibt es ab sofort auch zahlreiche spannende und wertvolle Online-Features.

Interaktive Shopping-Map

Im letzten Jahr erschien bereits eine Druckausgabe des BUY GOOD STUFF Guides mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren für das Ruhrgebiet. Unter buygoodstuff.de wird nun das große Angebot an öko-fairer Mode im Revier auch online sichtbar. „Eine interaktive Shopping-Map hilft bei der Ladensuche. „Die Karte weist KonsumentInnen den Weg zu über 160 Adressen von Concept-Stores, Boutiquen, Ateliers, Filialen und Second-Hand-Stores“, berichtet Markus Heißler von der Fairen Metropole Ruhr.

Zahlreiche ModedesignerInnen, Labels und InhaberInnen von Stores aus dem Ruhrgebiet kommen in redaktionellen Beiträgen zu Wort. „Gerade den stationären Einzelhandel hat die Corona-Pandemie hart getroffen. Wir hoffen, den Einzelhändlern mit der Online-Ausgabe bei der Überwindung der Krise helfen zu können“, so Ina Köhler, Studienleitung Modejournalismus/Medienkommunikation an der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf. „Mit dem Kauf von öko-fairer Mode werden auch die ProduzentInnen in den Ländern des Südens unterstützt, die besonders unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden", ergänzt Markus Heißler. Weitere Artikel berichten daher auch über die Probleme konventioneller Fertigung und die Möglichkeiten ökologischer Produktion unter fairen Arbeitsbedingungen.

Breites Angebot öko-fairer Mode im Einzelhandel

Wie umfangreich das Angebot im Revier mittlerweile ist, zeigte die Umfrage in zwölf ausgewählten Städten: Es wurden 395 inhabergeführte Modegeschäfte zwischen Dinslaken und Dortmund sowie ca. 200 Modefilialisten zu ihrem Sortiment befragt. Das Ergebnis: „KonsumentInnen können im Ruhrgebiet ein vielfältiges Angebot an ethisch produzierter Mode finden: 100 Modegeschäfte führen ökologisch nachhaltige und/oder sozial produzierte Bekleidung. 23 Stores bieten ausschließlich öko-faire Bekleidung in Städten wie Bochum, Essen, Dortmund, Hagen und Recklinghausen. Vier Weltläden führen ein Bekleidungsangebot und 44 weitere Geschäfte einen Anteil öko-fairer Bekleidung. Zusätzlich verkaufen 13 Modefilialisten in ihren Filialen eine Auswahl meist zertifizierter fairer oder ökologischer Mode. Die Befragung wurde in Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Hamm, Herne, Moers, Mülheim, Oberhausen, Recklinghausen durchgeführt.

Wer steckt hinter BUY GOOD STUFF Ruhrgebiet?   

BUY GOOD STUFF Fair Fashion Shopping Guide ist ein breit aufgestelltes Kooperationsprojekt von Engagement Global, der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf, des Netzwerks Faire Metropole Ruhr und dem Seminar für Kulturanthropologie des Textilen (TU Dortmund). „Wir freuen uns über das breite Netzwerk von KooperationspartnerInnen, die eine Realisierung von BUY GOOD STUFF für das Ruhrgebiet ermöglicht haben“, sagt Ina Köhler. Engagement Global war mit Mitteln des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit für die Finanzierung des Projekts verantwortlich. Studierende aus dem Bereich Modejournalismus/Medienkommunikation an der AMD Akademie Mode & Design entwickelten unter der Leitung von Ina Köhler das visuelle und journalistische Rahmenkonzept für BUY GOOD STUFF Ruhrgebiet.

Masterstudierende des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen (TU Dortmund) verfassten unter der Leitung von Dr. Viola Hofmann redaktionelle Beiträge zu Stores der Region. Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr ist verantwortlich für die Befragung des lokalen Einzelhandels im Revier und die Aufbereitung der Ergebnisse im Guide.

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