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17.06.2021

Charta Faire Metropole Ruhr 2030: Das Ruhrgebiet wird faires Vorbild

Die Faire Metropole Ruhr, erste Fairtrade-Metropolregion Deutschlands, ruft mit der Charta Faire Metropole Ruhr 2030 Städte und Kreise auf, sich zu den Entwicklungszielen der UN zu bekennen und für Fairen Handel einzusetzen.

Seit über einem Jahrzehnt ist die Faire Metropole Ruhr in der Region engagiert, um den Fairen Handel und die Faire öffentliche Beschaffung stärker in den Kommunen des Ruhrgebiets zu verankern. Fairtrade Deutschland zeichnete sie 2013 als deutschlandweit erste Fairtrade-Region und als ersten Städteverbund weltweit aus.

In einem partizipativen Prozess mit zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Einrichtungen sowie kommunalen Vertreter*innen hat das Netzwerk die nun veröffentlichte Charta entwickelt. Städte, Gemeinden und Kreise sollen damit gemeinsam Verantwortung übernehmen – menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Lieferkette von Produkten fördern, sich zu den Grundsätzen des fairen Handels bekennen und gegen Ausbeutung von Mensch und Natur stark machen. Dabei sind die Kommunen aufgerufen, die Charta in konkreten Handlungsfeldern umzusetzen. Sie nehmen sich vor, mehr fair gehandelte Produkte für die Verwaltung und für städtische Veranstaltungen einzukaufen und einzusetzen, Unternehmen vor Ort zu stärken, die fairen Handel fördern, oder mehr kommunale Schulen, Kitas und Jugendzentren zu motivieren, zu fairen Einrichtungen zu werden. Die Unterzeichnung ist ab sofort möglich. Die Faire Metropole Ruhr steht den Städten, Gemeinden und Kreisen im Ruhrgebiet unterstützend zur Seite.

„Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bilden die Basis für das gemeinsame Handeln, für mehr Klimaschutz, für weniger Ausbeutung, für mehr Nachhaltigkeit“, so der Sprecher des Netzwerks Faire Metropole Ruhr, Markus Heißler. Sportreporter Manfred Breuckmann, Schirmherr des Netzwerks Faire Metropole Ruhr, bringt die Vorreiterrolle des Reviers auf den Punkt: „Die Metropole Ruhr spielt in der Champions League der fair handelnden Regionen.“

Zum Hintergrund:

Unzählige Engagierte haben im Ruhrgebiet bereits viel Gutes auf den Weg gebracht: 20 Jahre Pottkaffee mit über 30 fairen Städtekaffees und mehr als 215 Tonnen verkauftem fair gehandelten Kaffee. 4,5 Mio. Menschen leben in einer Fairtrade Town oder einem Fairtrade Kreis. Über 50 Fairtrade Schools und über 180 Faire Kitas sind gute Beispiele des vielfältigen Engagements.

Ein Engagement mit Wirkung: Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen schaffen Arbeitsplätze im Ruhrgebiet. Durch den Ausbau von Fairtrade-Schulen und -Kitas erhalten Kinder gesündere Nahrung. Die Bildung über globale Zusammenhänge und verschiedene Kulturen wird verbessert. Und in einem solidarischen Akt trägt die Charta Faire Metropole Ruhr 2030 zu besseren Arbeits- und Umweltbedingungen weltweit bei.

Corona hat klar vor Augen geführt, wie eng wir global miteinander verzahnt sind. Das gilt nicht nur für Epidemien, die sich rasant über den Erdball ausbreiten. Mehr denn je schädigen Menschen weltweit das Klima. Mehr denn je produzieren Menschen weltweit Güter unter menschenrechtsverletzenden Bedingungen – auch für Kommunen im Ruhrgebiet. Markus Heißler: „Traditionell haben wir im Revier für die Arbeitsrechte gekämpft. Ein solidarisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen ist die Basis eines friedlichen Zusammenlebens – lokal und global.“

Weiterführende Links:

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