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Fairtrade-Towns
29.07.2021

München wird faire Metropolregion

Metropolregion Müchen wird eine von insgesamt vier Fairtrade-Regionen in ganz Deutschland.
70 Kommunen fördern den fairen Handel in und um München.

Nach Ruhr, Frankfurt-Rhein-Main und Nürnberg erhält nun München die Auszeichnung zur fairen Metropolregion. Bild: iStock | Andrii Koltun.

  • 70 Kommunen fördern den fairen Handel in und um München
  • Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gratuliert

Die Region rund um die bayrische Landeshauptstadt München erhält am 16. Juli die Auszeichnung zur fairen europäischen Metropolregion. Damit ist München nach Ruhr, Frankfurt-Rhein-Main und Nürnberg der vierte Landstrich in Deutschland, der diesen Titel erhält. „Dass sich immer mehr Regionen für den fairen Handel einsetzen, ist großartig und gleichzeitig notwendiger denn je: Denn Herausforderungen wie der Klimawandel, globale Ungerechtigkeit oder die Corona-Pandemie verlangen nach gemeinsamen Lösungen. Wir alle sind gefragt – und zwar heute“, erklärt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland. Die gemeinnützige Siegelorganisation zeichnet Kommunen, Landkreise und Regionen aus, die sich nachweislich für den fairen Handel einsetzen, unter anderem, indem sie die öffentliche Beschaffung fair gestalten. Die Kampagne verbindet globales Denken mit lokalem Engagement.

Gerd Müller: „Kommunen sollten auf fair setzen“


Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gratulierte per Videobotschaft zur Auszeichnung der neuen Metropolregion: „Die Corona-Pandemie führt uns die Schwächen der heutigen Globalisierung dramatisch vor Augen. In dieser Zeit, in der Umdenken, mutiges Handeln, gelebte Solidarität wichtiger sind denn je zuvor, geht München voran“, lobt der gebürtige Bayer. „Die globale Krise trifft auch den fairen Handel hart. Die Städte, Gemeinde und Landkreise sind gefragt. Egal, ob bei Materialien, Arbeitskleidung, Büroausstattung, Lebensmitteln – Kommunen sollten voll auf fair setzen“, so Müller.  Rund 500 Milliarden Euro fließen in Deutschland jährlich für die öffentliche Beschaffung.  „Städte gehören zu den wichtigsten Einkäufern. Ihr Engagement ist also weit mehr als ein Lippenbekenntnis. Es ist ein zentraler Baustein für mehr Gerechtigkeit in Handel und Gesellschaft“, so Overath.

70 Kommunen fördern den fairen Handel in der Region


Die Stadt München ist bereits seit 2013 eine sogenannte Fairtrade-Town. Nach knapp einjähriger Bewerbungsphase darf nun die gesamte Region mit über sechs Millionen Einwohnern den Titel tragen. „Als Metropolregion München bemühen wir uns, mehr Bewusstsein für einen fairen und moralisch unbedenklichen Konsum zu schaffen. Zusammen mit unseren Mitgliedern, von denen schon viele als Fairtrade-Städte, -Landkreise oder -Hochschulen ausgezeichnet sind, möchten wir ein konkretes Zeichen für gerechte Produktions- und Handelsbedingungen und eine nachhaltige globale Entwicklung setzen“, erklärt Münchens Landrat Christoph Göbel. Insgesamt 70 Kommunen, zwei Fairtrade-Landkreise 102 Schulen und eine Universität fördern den fairen Handel in der Region. Neben München zählt auch die Metropolregion Nürnberg zu den offiziellen Unterstützern des fairen Handels.

Die Auszeichnungsfeier findet am 16. Juli statt. Interessierte können sich noch bis zum 15. Juli 2021 für die digitale Veranstaltung anmelden. Mehr Infos zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter: www.metropolregion-muenchen.eu/auszeichnungsfeier

Hintergründe  zur Auszeichnung

Seit 2009 können sich Kommunen und Städte um den Titel Fairtrade-Town bewerben. Neben Geschäften und Gastronomiebetrieben, die Produkte aus fairem Handel anbieten, müssen öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen über fairen Handel aufklären. Außerdem sollen Aktive über ihr Engagement berichten. Die Anforderungen im Überblick: www.fairtrade-towns.de/mitmachen/kriterien

Auch überregionale Auszeichnungen wie die eines fairen Landkreises oder einer fairen Region sind möglich. In Deutschland engagiern sich bereits vier von elf Metropolregionen für den fairen Handel.

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