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31.10.2018

EU-Kommissarin Malmström: „Was wir kaufen, zählt!“

Am 18. Oktober hat im Brüsseler EU-Parlament das alljährliche faire Frühstück mit Abgeordneten des Europaparlaments und Vertreterinnen der europäischen Fairhandels-Bewegung stattgefunden. Cecilia Malmström, EU-Kommissarin für Handel, sprach zur Wichtigkeit des Engagements jedes einzelnen EU-Bürgers für den fairen Handel.

EU-Kommissar*innen und Abgeordnete unterstützen den Fairen Handel. ©TransFair e.V. Juliane Roux

EU-Kommissare Neven Mimica und Cecilia Malmström (hinten) sowie Europa-Abgeordnete Arne Lietz, Linda McAvan, Norbert Neuser und Helmut Scholz (vorne v.l.n.r.). ©TransFair e.V. Juliane Roux

Beim diesjährigen fairen Frühstück im EU-Parlament sprach Cecilia Malmström, EU-Kommissarin für Handel, über die Umsetzung der Vision eines fairen und ethischen Handels in die Realität. Sie hob die wichtige Rolle jedes Einzelnen hervor, den fairen und ethischen Handel mit der eigenen Kaufentscheidung für ein faires Produkt voran zu treiben. „Jedes Mal, wenn sich Menschen beim Einkauf für ein ethisch hergestelltes Produkt entscheiden, bewirken sie einen Unterschied im Leben der Menschen, die es produzieren“, erklärte Malmström. Rückblickend fasst sie zusammen, wie sich die EU-Kommission dafür eingesetzt hat, in EU-Richtlinien und Vereinbarungen Vorgaben für eine nachhaltige Entwicklung mit aufzunehmen.

 

Städte und Kommunen können viel bewirken

Ganz besonders betonte Malmström das wichtige Engagement von Städten und Kommunen in ganz Europa, um den fairen und ethischen Handel im großen Stil voranzutreiben. Durch die Auszeichnung der belgischen Stadt Gent zur europäischen Hauptstadt des fairen Handels habe sie gesehen, was das lokale Engagement alles bewirken kann: „Es war inspirierend zu sehen, was Städte in ganz Europa bereits bewegen. Die Bandbreite reicht von eingeübten, etablierten Ansätzen bis kreativen neuen Experimenten. Wir bekamen Einblick in:

  • Projekte der fairen öffentlichen Beschaffung, die einen Wandel darin bewirken, wie öffentliche Einrichtungen Waren und Dienstleistungen beschaffen;
  • Projekte mit einem Fokus auf soziale Aspekte in Lieferketten von Kleidung, Lebensmitteln und Möbeln; die Organisation von fairen Messen, Filmvorführungen und Diskussionen zur Sensibilisierung und Förderung von Aktivitäten im Fairen Handel;
  • und vieles mehr."

Auch die deutschen Fairtrade-Städte Dortmund und Saarbrücken haben sich am Hauptstadt-Wettbewerb auf europäischer Ebene beteiligt. Sie wurden mit Sonderpreisen ausgezeichnet.

EU-Kommissarin Malmström dankte allen im fairen Handel aktiven Kommunen europaweit für ihr Engagement. Die gesamte Rede ist auf der Website der EU-Kommission zu finden.

Faires Frühstück im EU-Parlament

Das faire Frühstück im EU-Parlament wird jedes Jahr von der Fair Trade Arbeitsgruppe im Europäischen Parlament ausgerichtet. Linda McAvan eröffnete die Veranstaltung als Vorsitzende des Entwicklungsausschusses des Europäischen Parlaments und der Fair Trade Arbeitsgruppe. Nach den offiziellen Redebeiträgen von EU-Kommissarin Cecilia Malmström und Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Kooperation und Entwicklung, hatten in diesem Jahr auch zwei junge Kaffeebauern aus Kolumbien das Wort. Sie sprachen über die schwierige Situation auf dem Kaffee-Weltmarkt aufgrund des niedrigen Handelspreises und wie der faire Handel ihnen in diesen schwierigen Zeiten ein Auskommen ermöglicht. Nach dem offiziellen Teil hatten Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Akteure der Fairhandels-Bewegung Gelegenheit, sich zu ihrem Engagement für den fairen Handel auszutauschen. Aufgrund der anstehenden Europawahl 23. bis 26. Mai 2019 war das diesjährige faire Frühstück im EU-Parlament das letzte in dieser Konstellation.

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